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Prostitution heute
Die Konsumenten der Prostitution, auch Freier oder von den Huren selbst Gäste, Klienten oder Kunden genannt, kommen aus allen erdenklichen Altersgruppen und sozialen Schichten. Offizielle oder fundierte Statistiken über die Verteilung gibt es natürlich nicht. Seit in Deutschland das Prostitutionsgesetz in Kraft ist, besteht für die Ausübenden ein Rechtsanspruch auf Bezahlung. Vor dem Inkrafttreten des Gesetzes gab es diesen Rechtsanspruch aufgrund der Sittenwidrigkeit von Prostitution nicht.
Die Regel für die Bezahlung dieser vielgenutzten Dienstleistung ist eindeutig: Nur gegen Vorkasse. Im Jargon werden Freier, die nicht bezahlen wollen, als Nuttenpreller bezeichnet und um Beischlafdiebstahl handelt es sich, wenn der Freier von der Frau bestohlen wird. Die meisten diese Kontakte werden heute über das Internet und seine zahlreichen sogenannten Hurenportale hergestellt. Der Vorteil gegenüber den Printanzeigen ist, dass in fast allen Inseraten (Sedcards) Bilder der jeweiligen Damen, Paare, Transen und Herren zu sehen sind.
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Allgemeines zu BDSM
Bei dem Begriff BDSM handelt es sich um die Bezeichnung für eine Gruppe miteinander verwandter sexueller Vorlieben, die umgangssprachlich oft auch als Sadomasochismus, als SM oder Sado-Maso bezeichnet werden.
BDSM ist eine Abkürzung die sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Bezeichnungen „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“ zusammensetzt. Er umschreibt eine Gruppe von sexuellen sehr vielgestaltigen Verhaltensweisen, welche im Zusammenhang stehen können mit Dominanz und Unterwerfung, spielerischer Bestrafung sowie Lustschmerz oder Fesselspielen.
Bei allen Varianten des BDSM begeben sich die Beteiligten freiwillig aus ihrer Gleichberechtigung in ein Machtgefälle. So gibt ein devoter Partner einen bestimmten Teil seiner Autonomie auf und übergibt sie dem dominanten. Daraus erzielen beide Beteiligten einen Lustgewinn. Der devote Partner wird
hinlänglich als "Sub" bezeichnet, der dominante als "Dom".
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Bondage
Für alle Varianten des Bondage (Fesselung) steht in der Abkürzung BDSM das "B". Die Buchstaben
repräsentieren in der Gesamtheit die Bereiche "Bondage & Disziplin, Dominanz & Submission, Sadismus &
Masochismus". In all diesen Bereichen kann Bondage eine Rolle spielen, wird aber auch losgelöst von den anderen Praktiken des BDSM als eine eigenständige Praktik ausgeübt. Sexualität und Erotik sind wichtige Aspekte innerhalb des Bondage, wobei auch Ästhetik ein wichtiger Schwerpunkt sein kann. Wie in allen Bereichen des BDSM wird auch bei der Fesselung die Gleichberechtigung der Partner aufgehoben. Der Bottom (oder auch Sub), also der, der sich fesseln lässt, gibt seine Eigenständigkeit und die Kontrolle für einen festgelegten Zeitraum an den ab, der fesselt (Top oder Dom). Prinzipiell findet dieser Machtübergang freiwillig und einvernehmlich statt. Die Handlung selbst wird mit angepassten Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt oder mit einem für die Beteiligten akzeptablen Risiko.
Die legendäre Davidwache
Die Davidwache
Die Davidwache, besonders durch Film und Fersehen berühmt geworden, ist auch weit über die Grenzen Hamburgs hinaus das bekanntesten Polizeirevier der Hansestadt. Es ist das Gebäude des Hamburger Polizeikommissariats 15 auf dem "Kiez" (Ecke Spielbudenplatz / Davidstraße). Die Wache wird fälschlicherweise oft Davidswache genannt. Das Reviergebiet ist mit nur 0,92 km² und ca. 14.000 Einwohnern das kleinste Europas.

Im Jahre 1840 wurde vom Hamburger Senat eine Polizeiwache für das Landgebiet St. Pauli bewilligt. Dafür wurde im selben Jahr eine Wachmannschaft zusammengestellt und es wurde ein Häuschen Ecke Kastanienallee / Davidstraße bezogen, welches sich schon 1867 als viel zu klein erwies. Im Jahr 1868 zog die Davidwache dann an den Standort, den sie heute noch innehat, und zwar in das ehemalige Gebäude des zuvor aufgelösten Hamburger Bürgermilitärs.
Kultkneipe Silbersack
Die Hamburger Kultkneipe "Silbersack" ist gerettet. Die jahzehntelange Silbersack-Wirtin Erna Thomsen
war im Mai 2012 an Herzversagen verstorben und damit erschlosch auch die Lizenz zum Betrieb dieser
legendären Schankwirtschaft, sie wurde geschlossen.
"Freunde des Silbersack GmbH & Co. KG" heißt die zwanzigköpfige Gruppe, die kurze Zeit nach Erna's Tod
eigens zur Rettung der Kneipe gegründet wurde. Die Immobilie, zu der neben der Gaststätte ein weiteres
Gebäude gehört, wurde gekauft.
Der Sohn der verstorbenen Kiez-Wirtin Gerd Thomsen zeigte sich erleichtert, dass - das verriet er dem Hamburger Abendblatt - "...nach teilweise schwierigen Verhandlungen die jetzt gefundene Konstellation garantiert, dass der Silbersack ganz im Sinne meiner Mutter fortgeführt werden wird." Auch Andy Grote, der Bezirksamtsleiter, zeigte sich froh über die Einigung: "...ein Immobiliengeschäft auf St. Pauli, über das man sich wirklich sehr freuen kann." Der Silbersack sei schließlich ein "Stück Seele" des Viertels.
Schmidts Tivoli
Am 1. September 1991 öffnete das Schmidts Tivoli erstmals seine Türen, hinter denen sich vorher das „Zillertal“ befand. „Herr Schmidt“ (Corny Littmann) und Lilo Wanders (Ernie Reinhard) gehörten in den Anfangstagen zur „Schmidtfamilie“. Ein bunt gemischtes Überraschungsprogramm aus professionellen Kleinkunstnummern und Laiendarbietungen zeichnete die bekannte und beliebte „Mitternachtsshow“ aus. Die einzelnen Darbietungen dauerten zumeist nur wenige Minuten. Ab 1989 wurden die Mitternachtsshows im NDR Fernsehen zunächst aus dem Schmidt Theater und ab 1993 aus dem Tivoli übertragen. Das Schmidt Theater (423 Sitzplätze) gibt es seit August 1988. Es ist nur wenige Schritte vom sogenannten „Großen Haus“ Schmidts Tivoli (620 Sitzplätze) am Spielbudenplatz entfernt. Wegen Baufälligkeit musste das kleinere Theater im Jahr 2004 abgerissen werden, und am 8. August 2005 wurde der Neubau an genau der gleichen Stelle eröffnet, hinter dessen moderner Fassade nach wie vor der plüschige Charme des alten Schmidt Theaters erhalten ist.
Der FC St. Pauli
Der Fußball- Traditionsverein „FC St. Pauli von 1910“ ist ein fester und wichtiger Bestandteil des Hamburger Kiez. Seine Geschichte begann nicht, wie der Name vermuten lässt, im Jahre 1910 sondern mindestens 3 Jahre früher. Seit 1907 wurde im „Hamburg- St. Pauli Turnverein von 1862“, der im Übrigen noch heute existiert, erstmals gegen den Ball getreten. Allerdings nicht im Rahmen eines geregelten Spielbetriebes. Die Kicker des Clubs traten erst im Jahre 1910 dem Norddeutschen Fußballverband bei. René Martens recherchierte dies für sein 1997 erschienenes Buch „You‘ll Never Walk Alone“, in dem weiter zu lesen ist, dass der Verein erst im Jahre 1911 die ersten Punktspiele bestritten und sich dann im Jahre 1924 vom Turnverein getrennt hat. Es wurde der FC St. Pauli gegründet. In der Saison 2009/2010 konnte der Verein erneut in das „Fußball- Oberhaus“ einziehen, welches er inzwischen wieder verlassen musste. Tausende von treuen Fans feiern und unterstützen aber ihren Verein bei den Heimspielen im Millerntor- Stadion immer voller Begeisterung.
Die Domina
Ursprünglich war die Domina (lat. „Herrin“) die Vorsteherin eines Klosters oder eines Stiftes. Heute beschreibt die Bezeichnung „Domina“ Frauen, die sadistische und dominante Praktiken (auch „Femdom“ genannt) gegen Entgeld anbieten. Begrifflich muss man hier abgrenzen: Da die Domina in der Regel mit ihrem Kunden keinen Geschlechtsverkehr praktiziert, lässt sie die Bezeichnung als Prostituierte nicht zu. Trotzdem fallen Dominas unter das Prostitutionsgesetz, welches ihnen seit einiger Zeit z.B. den Vorteil bietet, Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung zu werden. Im nicht kommerziellen Bereich der BDSM- Kultur unüblich wird der Begriff Domina meist ersetzt durch „Femdom“ oder auch „Domse“. Dominante Frauen, kommerziell oder nicht, stellen ihrem Namen zumeist Namenszusätze wie „Lady“, „Mistress“, „Herrin“ oder „Madame“ voran. In Domina- Studios findet man in der Regel eine breitgefächerte und auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtete Ausstattung vor, mittels derer der Kunde seine Fantasien umsetzen und ausleben kann.
Swinger-Szene
Als Swinger bezeichnet man die Menschen, die ihre Sexualität völlig frei und ohne Einschränkungen mit ständig wechselnden und beliebigen Sexualpartnern ausleben. Swinger haben, wenn sie in einer Partnerschaft leben, im gegenseitigen Einvernehmen sexuelle Kontakte mit anderen, unter Umständen auch ihnen fremden Personen, sind also nicht monogam. Der Swinger lebt damit jenseits der konventionellen Tabus und Moralvorstellungen unserer Gesellschaft. Es haben sich verschiedene Treffpunkte etabliert, an denen keine öffentliche Sexualmoral beachtet werden muss und wo sich Gleichgesinnte zum Partnertausch oder auch zum Gruppensex begegnen. Hauptsächlich sind Swingerclubs und „angesagte“ Swingerpartys die Begegnungsstätten, aber es gibt natürlich auch private Treffen unter gleichgesinnten Freunden und Bekannten, die anfangs u.a. durch Zeitungsinserate o.ä. zusammengefunden haben und ihren „Freundeskreis“ auch so erweitern.
Homosexualität
Der Begriff bezeichnet sowohl gleichgeschlechtliches sexuelles Verhalten als auch die romantische oder natürlich die erotische Anziehung gegenüber Personen des eigenen Geschlechts. Über die Häufigkeit der Homosexualität in Deutschland gibt es sehr unterschiedliche Schätzungen. Da die gleichgeschlechtliche Liebe sozial noch immer geteilte Meinungen und Reaktionen in unserer prüden Gesellschaft hervorruft, „outen“ sich viele Schwule und Lesben bei öffentlichen Umfragen nicht immer wahrheitsgemäß, was die Zahlen naturgemäß heftig verfälscht. Eine repräsentative Emnid-Umfrage im Jahr 2000 ergab daher, dass nur ca. 1,3 Prozent der in unserem Land lebenden Befragten schwul, nur 0,6 Prozent lesbisch sowie 2,8 Prozent der Männer und 2,5 Prozent der Frauen bisexuell sind. 9,4 Prozent der Männer und 19,5 Prozent der Frauen hingegen gaben gleichzeitig an, sich vom eigenen Geschlecht erotisch angezogen zu fühlen.
Hafengeburtstag
Alljährlich feiert die Hansestadt zusammen mit tausenden Touristen und zahlreichen „schwimmenden Gästen“ den Geburtstag des Hamburger Hafens. In diesem Jahr (2013) hat der Hafen seinen 824. Jahrestag. Die Feierlichkeiten beginnen jeweils Donnerstags und enden – so kann man sich sehr gut merken, wann das Fest stattfindet – immer am Muttertag. Die Rickmer Rickmers (auf dem Foto links im Bild) begrüßt mit drei Typhonsignalen die schwimmenden Gäste während der Einlaufparade. Ein Schauspiel, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Genauso schön anzusehen ist dann die Auslaufparade, wenn die Schiffe den Hafen am Sonntag dann wieder verlassen. Zwischen diesen Ereignissen können sich die Gäste auf dem Fest kulinarisch verwöhnen lassen und sich auch gerne den einen oder anderen Drink gönnen. Zahlreiche Bands auf diversen Live-Bühnen sorgen für musikalische Unterhaltung und Stimmung vom Feinsten.
Switch(er)
Das Verb „to switch“ kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie „tauschen“, „wechseln“, „umschalten“. Im BDSM ist der Switch eine Person, die innerhalb einer Beziehung, während einer Spielszene (Session) oder auch verschiedenen Partnern gegenüber sowohl die aktive als auch die passive Rolle übernehmen kann. Der Switch wählt entweder die aktive Rolle (als „Top“) oder die passive (als „Bottom“) aus. Switch, Top oder Bottom können sowohl männlich als auch weiblich sein, der Begriff sagt lediglich etwas über die jeweils gewählte Rolle der Personen aus. Switch ist eine im deutschen Sprachraum weniger bekannte Bezeichnung. Hierzulande wird üblicherweise der Begriff „Switcher“ verwendet, den man wiederum in der englischen Sprache nicht kennt. Der Switch ist eine Person, die sich mit beiden Rollen, also sowohl der dominanten als auch der devoten Rolle innerhalb der Rollenverteilung des BDSM vollständig identifizieren kann.
Wanderhuren
Es waren Huren im Mittelalter. Sie arbeiteten im Frauenhaus der Stadt, das jeder Mann kannte, aber keiner zugab. Das Frauenhaus war ein Bordell. Huren suchten dort Unterschlupf und guten Lohn. Dirnen ohne Zuhälter („Frauenwirt“ genannt) gab es nicht. Zur Aufnahme war eine Aufnahmeprüfung notwendig. Bedingungen: Die Dirne muss aus einer anderen Stadt kommen, muss ihren Job freiwillig verrichten und darf keine Jungfrau sein. Den Frauenwirt interessierten die körperlichen Vorzüge, die er natürlich selbst prüfte. Jede Stadt hatte ihre eigene Hurentracht, die die Dirne tragen musste und ohne die sie das Haus nie verlassen durfte. Die Tracht musste die Dirne selbst zahlen (abarbeiten), sie kostete 4 Gulden (das entspricht heute ca. € 2.000,-). Für Kost und Logis zahlte sie 11 Pfennige pro Woche, das entsprach 2 Freiern pro Tag. Der Frauenwirt ritzte pro Freier eine Kerbe in 2 Kerbholzhälften, eine behielt er, die andere bekam die Dirne. Abgerechnet wurde wöchentlich.
Nymphomanie
Sexsucht, auch Nymphomanie genannt, hat zwar einen rein weiblichen Charakter, was aber nicht gerecht ist, denn es leiden viel mehr Männer unter diesem Zwang, der mit dem weit weniger bekannten Begriff „Satyriasis“ oder auch mit „Don-Juan-Komplex“ bezeichnet wird. Die nymphomane Frau sucht ständig sexuelle Befriedigung. Die Ursache dafür ist meist psychisch oder seelisch. Ihr Leben wird durch die ständige Suche nach dem Partner bestimmt, der ihr die sexuelle Erfüllung gibt. Sie baut keine innere Verbundenheit zu ihren stets wechselnden Sexualpartnern auf und erlangt zumeist keinen Orgasmus. Frauen hingegen, die aktiv die Initiative bei der Partnersuche übernehmen, um immer wieder vielfältige sexuelle Erfahrungen zu machen, erlangen sehr wohl den Orgasmus, also die vollständige Befriedigung. Sie werden zwar sehr häufig Nymphomanin genannt, sind aber definitiv nicht sexbesessen und aus medizinischer Sicht vollkommen gesund.
Dessous
Reizwäsche (auch „Lingerie“ genannt) ist hauptsächlich im Bereich der Unterwäsche zu finden und dient der sexuellen Aufreizung des (potentiellen) Geschlechtspartners. Das Wort „Dessous“ ist ein Lehnwort aus dem Französischen und steht etwa für „Unteres“. Reizwäsche wird häufig aus bestimmten Materialien hergestellt, die man als erotisierend empfindet. Samt, Seide, Lycra oder Satin sind in diesem Wäschebereich sehr verbreitet, Spitze in verschiedensten Variationen ziert diese Kleidungsstücke sehr oft, die man nicht unbedingt immer als funktionale Unterwäsche bezeichnen kann. Hochwertigere und elegantere Wäscheteile werden zumeist als Dessous bezeichnet, während mit Reizwäsche meist provokantere und speziell geschnittene Wäsche in bestimmten Farben wie rot oder schwarz gemeint ist. Vorbilder in der Gestaltung von Dessous und Reizwäsche findet man im späteren 19. Jahrhundert, als in Frankreich zunehmend ansprechende Wäsche produziert wurde.
Zuhälter
Der Begriff Zuhälter hat seinen Ursprung in dem Werb „zuhalten“, womit gemeint ist „zu jemandem halten“. Ursprünglich beschrieb dies ein außereheliches Verhältnis zwischen Mann und Frau. Später wurden auch Dirnen eine Zeit lang als Zuhälterinnen bezeichnet. In der Umgangssprache werden Zuhälter zumeist „Luden“ genannt, wobei auch hier und da der Begriff „Vollkaufmann“ in diesem Zusammenhang auftaucht, was aber in diesem Fall nichts mit dem Handelsgesetzbuch zu tun hat. Im Mittelalter gab es die damals gängige Bezeichnung „Frauenwirt“ für den Zuhälter. Leben tut der Zuhälter davon, dass Prostituierte ihm einen gewissen Teil ihrer Einnahmen abtreten. Im Gegenzuge beschützt der Lude die Damen vor gewalttätigen Freiern und treibt notfalls auch das Geld von zahlungsunwilligen Kunden ein. Teilweise führt der Zuhälter den Damen sogar Freier zu. Bei uns ist Zuhälterei dann eine Straftat, wenn in einer solchen Konstellation Ausbeutung nachgewiesen ist.
Tantra- Massagen
In erotischen Werbeanzeigen von Massage- Salons, insbesondere im Internet, taucht häufig der Begriff Tantra- Massagen im Serviceangebot auf. Zunächst sei gesagt, dass hier kein direkter Zusammenhang mit dem traditionellen Tantra besteht. In den neunziger Jahren entwickelte sich diese Massageart im Umfeld der Szene als kommerzielle Dienstleistung, die auch als Seminarteil an Tantra- Schulen gelehrt und geübt wurde. Ursprünglich war das Ziel einer Tantra- Massage eine spirituelle Erfahrung, bei der auch teilweise Heilung versprochen wurde. Die in den o.g. erotischen Serviceangeboten aufgelistete Massage umfasst aber eben auch die Massage von männlichen beziehungsweise weiblichen Geschlechtsorganen (als „Yoni- Massage“ oder „Lingam- Massage“ bezeichnet) und in den meisten Fällen auch Massagen des Analbereichs sowie der männlichen Prostata. Wohltuend, entspannend und aufgrund der zumeist nackten Partner sinnlich- erotisch.
Transsexualität
Ist ein Mensch transsexuell, so bedeutet das, dass er zwar eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht angehört, sich aber als Angehöriger des jeweils anderen Geschlechts fühlt. Sein Bestreben ist es, sich dem anderen Geschlecht körperlich anzugleichen, was sowohl durch hormonelle Behandlung als auch durch operative Eingriffe möglich ist. Der Transvestit strebt danach, von seinen Mitmenschen als dem Geschlecht zugehörig akzeptiert zu werden, an das er sich angleicht, was manchen Transsexuellen tatsächlich fast perfekt gelingt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet die Transsexualität eines Menschen als „Geschlechtsidentitätsstörung“. Physisch männliche Menschen mit weiblichem Identitätsgeschlecht nennt man „Transfrauen“ oder auch „Transen“. Besonders häufig kommt es in Thailand vor, dass Männer sich dem weiblichen Geschlecht angleichen, wie erst kürzlich im Fernsehen berichtet wurde.
CSD Hamburg 2013
Während der Kreml in Russland Homosexuelle drangsaliert und für Kirchen, Behörden und viele Bürger Schwule ein Feindbild darstellen, fand am 3. August 2013 in unserer Stadt wieder der „Christopher Street Day“ (HAMBURG PRIDE) statt. Wieder bunter und schriller, als im Vorjahr. Die große politische Parade der Schwulen, Lesben und Transgender mit ca. 10.000 Teilnehmern zog in diesem Jahr mehr als 110.000 Zuschauer an, die den Umzug mit 21 Trucks, 4 PKWs und 14 Fußgruppen durch die Hamburger Innenstadt sehen wollten. Federboas, Dykes on Bikes, Bikini-Girls, Tanzgruppen trieben es bei gerade noch rechtzeitig eintretendem Sonnenschein bunt, bunter am buntesten. Und das obgleich das Ganze einen sehr ernsten Hintergrund hat: Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle kämpfen mit dieser Demonstration seit Jahren – nicht nur in Hamburg sondern bundesweit – für ihre politischen Rechte. Aber eben bitte nicht ohne Spaß und Lebensfreude.
St. Pauli 1909
Wir fahren mit der Strassenbahnlinie 7, Barmbeck (Neuer Schützenhof bzw. Zoll) - Altona (Hohenzollernring) über Hamburger Str., Mundsburger Brücke, Rathausmarkt, Landungsbrücken, Palmaille) ans Hafentor zu den neugebauten St.Pauli Landungsbrücken. Wir schreiben das Jahr 1909. Der alte Anleger von 1839 reichte nicht mehr für die Kapazitäten, die zu bewältigen waren. Der neue Anleger besteht aus Pontons und beweglichen Brücken, die sich dem Tiedenhub anpassen. Jetzt werden hier die Schiffe der Überseelinien der HAPAG die Reise beginnen bzw. beenden. Die Abfertigungshallen mit Zoll wurden aus Tuffstein gebaut und sehen richtig schick aus. Auch der Uhrenturm ist `ne tolle Sache. Die Anzeige in der Mitte des Turms zeigt die Gezeiten, die Uhr schlägt nach seemännischer Tradition halbstündlich. Irgendwann geht's auf die Navigationsschule da oben auf dem Berg..., doch jetzt erst mal auf die Barkasse und rüber auf die Werft zu Blohm und Voss, denn ick bün Kedelklopper bi Blohm und Voss...
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Das Kondom
Die ersten Kondome wurden aus gewebtem Stoff gefertigt, waren jedoch nicht besonders wirksam bei der
Empfängnisverhütung. Wirkungsvoll wurde der Schutz erst mit Kondomen, die aus Schafsdärmen oder anderen tierischen Membranen hergestellt wurden. Solche Kondome aus Naturdärmen sind auch heute noch
erhältlich und gelten für manche als sinnlicher. Sie sind weniger elastisch und fühlen sich anders ("echter") an. Allerdings sind sie bei der Verhütung von Schwangerschaften nicht so wirkungsvoll wie die "künstlichen" und schützen auch nicht sicher gegen die beim Sex übertragbaren Krankheiten wie HIV, Hepatitis B und die bekannten Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe (Tripper) oder Syphilis. Bereits Casanova verwendete diesen im 18. Jahrhundert "English Overcoats" genannten Schutz zur Vermeidung von Ansteckungen. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war der Verkauf von Kondomen vielerorts verboten, in Irland sogar bis Anfang der 90er Jahre.
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St. Pauli und sein Kiez
St. Pauli ist zwar ein bedeutendes Wohnquartier in Hamburg, ist aber hauptsächlich durch sein Vergnügungs- und Rotlichtviertel, den KIEZ bekannt. So wird das im Süden des Hamburger Stadtteils gelegene Gebiet hinlänglich genannt.
Der KIEZ ist ein behördlich festgelegtes Teilgebiet von St. Pauli, in dem es für die Gastronomie keine Sperrstunde gibt.
Dies betrifft natürlich die Reeperbahn, den Spielbudenplatz sowie Seiten- und Parallelstraßen wie zum Beispiel die Große Freiheit, die Herbertstraße, den Hans- Albers- Platz und viele andere Nebenstraßen, in denen sich große und kleine Clubs und Bars befinden, Musikkneipen, Tabledance Bars und natürlich Bordelle. Bei Studenten und jungen Künstlern war (und ist teils auch noch heute) der KIEZ lange Zeit wegen seiner günstigen Mieten und des vielfältigen und toleranten Milieus sehr beliebt. So leben hier recht verschiedene soziale Schichten parallel miteinander, die sich tatsächlich aber nur gelegentlich berühren.
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Hamburgs Reeperbahn
Die Reeperbahn ist die zentrale Straße im Hamburger Vergnügungs- und Rotlichtviertel St. Pauli. Sie ist etwa 930 Meter lang und verläuft vom Millerntor in Richtung Westen bis hin zum Nobistor (Hamburg-Altona), wo sie in die Königstraße übergeht. Sie gilt als „sündigste Meile der Welt“.
Zu den Sehenswürdigkeiten an der Reeperbahn gehören die vielen Nachtclubs, Bars und Diskotheken. Dazu zählen das bekannte Café Keese, in dem auch der Quatsch Comedy Club zu Hause ist, die fensterlose Kneipe "Zur Ritze" mit eigenem Boxkeller und die unterschiedlichsten Lokalitäten, die sich in den Seitenstraßen, wie der vom Beatles-Platz abzweigenden Großen Freiheit oder dem Hans-Albers-Platz, fortsetzen. Theater konzentrieren sich am parallel zur Reeperbahn verlaufenden Spielbudenplatz mit der bekanntesten deutschen Polizeiwache, der Davidwache, dem Wachsfigurenkabinett Panoptikum, dem St.-Pauli-Theater, Schmidt Theater und Schmidts Tivoli sowie dem Operettenhaus.
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Prostitution früher
Das Wort Prostitution kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie "preisgeben, zur Schau stellen" und bezeichnet schlichtweg die Vornahme sexueller Handlungen gegen Geld. Geschieht dies unfreiwillig, so nennt man es Zwangsprostitution. In praktisch allen Kulturen dieser Welt wird die Prostitution praktiziert und wird von der Gesellschaft sehr unterschiedlich bewertet. Die Bewertung ist abhängig von den jeweiligen religiösen, kulturellen und ethischen Werten. Sowohl Männer als auch Frauen prostituieren sich in der ganzen Welt, und das schon seit Jahrtausenden. Vor mehr als 3000 Jahren schon gab es im Altertum beispielsweise in Babylon und bei den Phöniziern die sogenannte Tempelprostitution. Für Geschenke an den Tempel oder Opfergaben an die Gottheit vollzogen Frauen dort sexuelle Handlungen, was als den Göttern wohlgefällig galt. Auch in der griechischen Antike hatten Prostituierte schon Bestand, man nannte sie "Porna" (Hure) oder "Hetäre" (Gesellin).
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Tabledance
Tänzerinnen bzw. Tänzer bieten dabei in der Regel für die Allgemeinheit eine Bühnenshow, in deren Verlauf sie allmählich dem Publikum näher kommen und ihre Darbietung dann häufig auf eine kleine Gruppe zahlender Gäste oder einen einzelnen Gast konzentrieren. Die einzelnen Gäste haben dabei die Möglichkeit, über das Zustecken von sogenannten Tips (Trinkgeldern) in Form von Geldscheinen oder ggf. im jeweiligen Club verwendeten „House Dollars“ ihre erotischen Vorlieben deutlich zu machen und einen fast persönlichen Tanz für sich selbst und ihre eventuellen Begleiter zu bestellen. Außer den
Berührungen, die notwendig sind, um die Tips zum Beispiel an der spärlichen Kleidung des Tänzers zu befestigen, ist körperlicher Kontakt seitens der Gäste meist nicht erlaubt. In Hamburg gibt es einige sehr angesehene Tabledance-Locations, die meisten davon auf St. Pauli. Geboten wird zumeist Striptease
und Go-Go-Dancing in Anlehung an das amerikanische Tabledancing.
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